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Erste Tage in Neuseeland

Herzlich Willkommen in Neuseeland! Nachfolgend findest Du wichtige Informationen für einen erfolgreichen und entspannten Start in Deinen Aufenthalt hier. 

Neuseeland gilt als eines der sichersten Reiseziele der Welt. Trotzdem sollte dies nicht verleiten, unvorsichtig zu werden:  

  • Du solltest immer eine kleine Reiseapotheke für Notfälle dabei haben.  
  • Vor allem für den Aufenthalt in größeren Städten gilt: Vermeide es, nachts allein durch abgelegene, schlecht beleuchtete Gegenden zu spazieren! Nimm Dir lieber ein Taxi. 
  • Die Wetterverhältnisse können sich vor allem in Neuseelands Bergregionen von einer Minute auf die nächste ändern. Wenn Du Wanderungen in den Nationalparks planst, sei zu jeder Jahreszeit gegen Kälte, Wind und Regen gewappnet. 
  • In vielen Regionen können „sandflies“ eine echte Plage sein. Man hört sie nicht und sieht sie kaum, doch wenn die kleinen schwarzen Fliegen zubeissen, merkt man es sofort. Die Bisse jucken oft tagelang. Schützen kannst Du Dich mit langer Kleidung und Insektenschutzmittel, in Neuseeland überall zu kaufen. 
  • Giardia ist ein im Wasser lebender, in Neuseeland weit verbreiteter Parasit, der Durchfall auslöst. Trinke daher Du kein Wasser aus Seen, Teichen oder Flüssen trinken, ohne es vorher abgekocht bzw. mit Chemikalien behandelt oder gefiltert zu haben. 
  • Lasse keine Wertsachen im geparkten Auto zurück. Das gilt besonders an Aussichtspunkten oder an den Startplätzen beliebter Wanderwege. 
  • In Neuseeland gibt es viele Strände, die zum Baden einladen. Viele verbergen jedoch lebensgefährliche Strömungen. An beliebten Stränden achten Rettungsschwimmer auf die Sicherheit der Badenden, und gelb-rote Flaggen zeigen Dir, wo Schwimmen sicher ist. 
  • Neuseelands Wanderungen führen oft entlang von Flüssen oder sogar hindurch. Flussüberquerungen sind nicht ungefährlich! Wenn Du ein unerfahrener Wanderer bist, solltest Du Dich vorher genau über die Möglichkeiten einer sicheren Flussüberquerung informieren oder Routen auswählen, die keine Überquerung beinhalten. Informationen zur Sicherheit im Wasser findest Du auf www.watersafety.org.nz 

Neuseeland hat die höchste Hautkrebsrate der Welt! Aufgrund des nahen Ozonlochs ist die UV-Strahlung in Neuseeland sehr stark, obwohl das Wetter nicht sonderlich heiß erscheint. Deshalb besteht ein sehr hohes Risiko für Sonnenbrände (im Sommer innerhalb von 2-3 Minuten!) und als Folge ein hohes Hautkrebsrisiko!

Wir raten dringend zum Auftragen von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (50+) auf unbedeckte Haut sowie zur Kopfbedeckung im Freien!

Das neuseeländische Gesundheitssystem ist dem mitteleuropäischen sehr ähnlich. Es gibt Allgemeinärzte (sog. „GP = general practicioner“) und solche, die sich auf bestimmte Gebiete spezialisieren.

Die Rechnungen für einen Besuch beim Arzt muss direkt bei diesem bezahlt werden. Allgemeinärzte Ärzte erheben pro Konsultation Gebühren in Höhe von NZ$ 50 bis NZ$ 90.

Die meisten Medikamente sind in Neuseeland rezeptpflichtig. Wie in Europa stellt der Arzt das Rezept aus und Du kannst das Medikament in der Apotheke abholen.

Rechnungen für Arztbesuche und Medikamente kannst Du bei Deiner Auslandskrankenversicherung einreichen und bekommst sie im begründeten Fall zurückerstattet.

Neuseeland liegt auf zwei tektonischen Platten, der australischen und der pazifischen. Durch die Plattenverschiebung kommt es im Jahr zu ca. 15.000 Erdbeben in Neuseeland – die meisten sind jedoch so schwach, dass sie nur vom Seismographen aufgezeichnet werden können. Nur ganz wenige spürt man und sehr selten richten die Erdbeben Schaden an. Trotzdem sind alle Neuseeländer für ein verheerendes Beben gerüstet und wir haben Dir nachfolgend die wichtigsten Verhaltensregeln bei einem Erdbeben zusammengestellt:  

1. Wenn Du während eines Edbebens in einem Gebäude bist:

  • Bewege Dich nicht mehr als ein paar Schritte, versuche nicht, ins Freie zu rennen!
  • Suche am besten unter einem nahen Tisch Schutz oder an einer Innenwand.
  • Halte Dich von den Fenstern fern.
  • Wenn kein Tisch in der Nähe ist, kauere Dich auf den Boden und schütze Deinen Kopf und Nacken mit Armen und Händen.
  • Jeder in Neuseeland kennt DROP – COVER – HOLD
  • Bleibe im Gebäude, bis das Erdbeben aufhört.
  • Begib Dich dann ins Freie, denn es ist immer mit Nachbeben zu rechnen!

2. Wenn Du während eines Edbebens im Freien bist:

  • Halte Dich wenn möglich von Gebäuden, Bäumen, Straßenlaternen und Stromleitungen fern.
  • Auch im Freien gilt DROP – COVER – HOLD

3. In den Bergen oder an Klippen kann es zu Erdrutschen kommen.

4. Unmittelbar nach einem Erdbeben besteht an der Küste Tsunamigefahr. Das Wichtigste in dieser Situation: 

  • halte Dich vom Meer und der Küste fern und suche höhergelegenes Gelände auf  
  • schalte Fernsehen oder Radio ein um aktuelle Informationen über die Tsunamigefahr zu erhalten 

Weitere Informationen zum richtigen Verhalten bei Naturkatastrophen in Neuseeland erhältst Du auf getthru.govt.nz

Auf das Erleben einer fremden Kultur freuen wir uns auf Reisen meist besonders. Viele von uns sind jedoch oft nicht auf einen Kulturschock vorbereitet.

Es ist normal, dass Reisende bei ihrer Ankunft in Neuseeland ein Gefühl der Euphorie verspüren. Alles erscheint neu und aufregend. Sobald sie sich jedoch in die Routine z.B. eines Praktikums oder einer Au-pair-Anstellung eingelebt haben, verspüren nicht wenige plötzlich mögliche Symptome eines Kulturschocks:

  • Gefühle der Isolation oder Frustration
  • Heimweh
  • Feindseligkeit gegenüber der neuen Umgebung
  • übermäßige Abhängigkeit von anderen Besuchern aus dem eigenen Heimatland
  • Zweifel an der Entscheidung, nach Neuseeland zu kommen
  • Dir scheint eine Richtung zu fehlen
  • Du weißt nicht, was angemessen und unangemessen ist

Denke daran, dass diese Gefühle ein natürlicher Bestandteil der Anpassung an eine neue Kultur sind. So kannst Du den Kulturschock besiegen: 

  • Übe nicht zu viel Druck auf Dich selbst aus, die Anpassung wird einige Zeit dauern.
  • Führe ein Tagebuch, dann kannst Du vergleichen, was Du bei Deiner Ankunft geschrieben hast und was einige Monaten später.  
  • Spreche mit jemandem, der den kulturellen Anpassungsprozess bereits durchlaufen hat. Diese Person kann Dir eine positive Perspektive geben.
  • Sei aufgeschlossen, bleibe beschäftigt und aktiv.
  • Vermeide es, Deine ganze Zeit mit anderen europäischen Besuchern zu verbringen. Aber halte trotzdem Kontakt zu ihnen. Das gibt Dir ein Gefühl der Zugehörigkeit und Du reduzierst die Einsamkeit und Entfremdung.
  • Übe ein Hobby aus.
  • Lege einfache Ziele fest und bewerte Deinen Fortschritt.

Sobald Du beginnst, die neuseeländische Kultur zu verstehen, wirst Du Dich nicht mehr verloren fühlen. Du wirst feststellen, dass die neuseeländische Kultur wie jede andere positive und negative Aspekte hat.

Der Beginn einer längeren Auszeit in Neuseeland kann sowohl Aufregung als auch Ängste hervorrufen. Häufig verspüren Neuseelandreisende Heimweh in den ersten Tagen oder Wochen nach der Ankunft sowie an Geburtstagen und in der Weihnachtszeit.

Warte nicht, bis das Heimweh automatisch verschwindet. Probleme können später in Kopfschmerzen, Müdigkeit, Krankheit oder mangelnder Motivation münden. Heimweh ist ganz normal. Hier einige Vorschläge zum Umgang damit:  

  • Sprich mit jemandem, dem Du vertraust. Wenn Du in Neuseeland noch keine Freunde gefunden hast, sprich mit einem Lehrer, Arbeitskollegen, Deiner Reiseagentur etc. 
  • Denke daran, dass andere Menschen ähnliche Gefühle haben. 
  • Bleiben in regelmäßigem, jedoch nicht dauerndem Kontakt mit Familie und Freunden in der Heimat. Sage ihnen wie Du Dich wirklich fühlst. 
  • Gönne Dir genügend Schlaf und gutes Essen.
  • Gib Dir genügend Zeit, um Dich anzupassen. Du musst nicht sofort alles richtig machen. Lerne aus Deinen Fehlern.
  • Sei realistisch, was Du von der Zeit in Neuseeland und von Dir selbst erwartest.
  • Nimm an Aktivitäten teil, die Dir Spaß machen und probiere neue Dinge aus. Erkunde die Stadt und Region.
  • Schreibe ein Tagebuch, um Deine Erfahrungen und Gedanken aufzuzeichnen.

Wenn Du (mit einem Working Holiday Visum) für mehr als einen Monat nach Neuseeland kommst, solltest Du ein Bankkonto eröffnen. Work & Traveller und Au-pairs müssen sogar ein neuseeländisches Bankkonto besitzen, damit die Arbeitgeber den Lohn darauf überweisen können. Neuseelandreisende auf einem Besuchervisum können leider KEIN Bankkonto in Neuseeland eröffnen.

Ein Konto kannst Du bei fast jeder Bank eröffnen, jedoch lohnt sich ein Vergleich der Angebote, Leistungen und Preise. Wir empfehlen den „Free Up Account“ der „Kiwibank“. Über dieses kostenlose Konto kannst Du alle Transaktionen online abwickeln.

Um das Konto zu eröffnen, musst Du persönlich in einer Kiwibank-Filiale einen Termin vereinbaren. Bei der Kontoeröffnung musst Du Deinen Reisepass sowie einen Nachweis Deiner temporären Adresse in Neuseeland vorlegen (Teilnehmer unserer Auszeit Neuseeland-Programme bekommen dazu im Einführungsseminar einen sogenannten „proof of address“).

EFTPOS-Karte

Bei Eröffnung eines Bankkontos erhältst Du eine sogenannte EFTPOS-Karte. EFTPOS (Electronic Funds Transfer at Point of Sale) ist das in Neuseeland gängigste elektronische Zahlungssystem. Bei der Bank wirst Du einen 4-stelligen PIN-Code auf der Karte speichern.

Mit der EFTPOS-Karte und dem PIN-Code kannst Du in fast jedem Geschäft in Neuseeland ohne Gebühren bezahlen (solange genügend Geld auf Deinem Konto ist). Mit der Karte kannst Du außerdem an Geldautomaten in Neuseeland gebührenfrei abheben.

VISA-Debitkarte

Bei der Eröffnung eines Kiwibank Free Up-Accounts kannst Du auch eine Visa-Debitkarte wählen. Diese bietet Dir alle Vorteile einer EFTPOS-Karte, aber zusätzlich kannst Du  sie online und weltweit verwenden – wo Visa akzeptiert wird. Die Karte ist in den ersten 12 Monaten kostenlos.

Internationale Überweisung

Auf das Konto kannst Du Dir von Verwandten in der Heimat Geld überweisen lassen, wenn sie Dich in Neuseeland finanziell unterstützen. Dabei solltest Du Dir genau überlegen, wieviel  überwiesen wird, denn die Gebühren für Auslandsüberweisungen sind bei Banken recht hoch (25-30 Euro pro Überweisung). Es macht Sinn, einen größeren Betrag zu überweisen statt mehrerer kleiner Beträge.

Bei der überweisenden Bank muss der sogenannte SWIFT/BIC-Code der neuseeländischen Bank (bei der Kiwibank z.B. KIWINZ22) angegeben werden. Neuseeländische Banken führen keine IBAN. Desweiteren muss Deine vollständige neuseeländische Kontonummer angegeben werden (dies ist NICHT die Nummer auf Deiner EFTPOS-Karte!).

Die internationale Überweisung kann mehrere Tage dauern, und die sendende Bank berechnet eine Gebühr. Auf lange Sicht ist dies jedoch billiger als die Verwendung Deiner europäischen Kredit- oder EC-Karte in Neuseeland.

Auszeit Neuseeland empfiehlt den Dienstleister Wise für Auslandsüberweisungen zum realen Wechselkurs und mit geringen Gebühren.

Handys heißen in Neuseeland „mobile (phone)“. Bei einem längeren Aufenthalt in Neuseeland raten wir, nicht den heimischen Anbieter bzw. Vertrag zu nutzen. Stattdessen solltest Du eine neuseeländische Pre-paid-SIM-Karte nutzen. Solche SIM-Karten verschiedener Anbieter sind in Supermärkten, Tankstellen usw. erhältlich.

Teilnehmer unserer Auszeit Neuseeland-Programme bekommen von uns bei Ankunft in Neuseeland eine SIM-Karte (Mikro, Nano- oder Standard-SIM möglich).

Bring einfach Dein heimisches Handy mit nach Neuseeland und lege die neuseeländische SIM-Karte ein. Folge den Anweisungen auf der Verpackung, um die SIM-Karte zu aktivieren.

Wenn noch kein Guthaben auf der SIM-Karte ist, kannst Du einen sogenannten „Top Up-Voucher“ mit Guthaben in jedem Supermarkt oder Tankstelle kaufen. Auch über die Webseite oder App des Mobilfunkanbieters kann per Kreditkarte Guthaben auf die SIM-Karte geladen werden.

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